Möglichkeiten der Industriellen Gemeinschaftsforschung: Der FEI als Kooperationsplattform für Industrie und Wissenschaft

FSMI 2013 - Eröffnungsvortrag

Vortrag von Dr. V. Häusser, 18.02.2013


Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V., Bonn

Zum Sprecher

Studium der Biologie, 1986 Abschluss als Diplom-Biologe

1984 – 1985: Geschäftsführer beim  Chem.-pharmazeut. Handelsunternehmen Dr. Häusser & Co., Dortmund

1987 - 1988: Forschungsaufenthalte als wissenschaftlicher Berater zur Impfstoffproduktion im Sudan und Ghana

1989 Promotion an der Universität Göttingen

seit 1989: Geschäftsführer beim Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V.(FEI), Bonn

Sonstige Tätigkeiten

Engagement und aktive Mitarbeit in zahlreichen Gremien, Ausschüssen und Arbeitsgruppen der AiF, des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) und der Dachorganisationen der Lebensmittelwirtschaft wie BVE, BLL und dem Initiativkreis Agrar- und Ernährungsforschung (IKAEF)

Zusammenfassung des Vortrags

Die deutsche Lebensmittelindustrie ist mit 5.900 Unternehmen und einem Umsatz von über 150 Mrd. Euro einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland und europaweit führend. Die Fähigkeit, neue, bedarfsangepasste und sichere Produkte zu entwickeln und effiziente, ressourcenschonende Technologien zu nutzen, bestimmen in zunehmendem Maße die Chancen der deutschen Industrie im internationalen Wettbewerb. Die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten mittelständischer und kleiner Unternehmen unterscheiden sich hierbei grundlegend von denen der Global Player. Mittelständische Unter-nehmen sind bei ihren Innovationsaktivitäten auf Impulse und Lösungen der Wissenschaft angewiesen. Dies ist der Ansatzpunkt der Industriellen Gemein-schaftsforschung (IGF), die im Lebensmittelsektor durch den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft organisiert wird.

Die IGF und ihre Strukturen beruhen auf der Eigeninitiative der Industrie, die diese finanziell wie ideell tragen. Die IGF-Aktivitäten werden vom Bundes-ministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert, um dauerhafte Forschungskooperationen in Branchennetzwerken zu unterstützen und um insbesondere kleineren Unternehmen den Zugang zu praxisnahen Forschungs-ergebnissen zu ermöglichen. Die vom FEI getragenen Gemeinschafts-forschungsaktivitäten haben in den letzten Jahren sowohl was die Zahl der geförderten Projekte als auch die Höhe der akquirierten Fördermittel anbelangt erhebliche Steigerungsraten erzielt. Der FEI ist mittlerweile die größte Förder-organisation Deutschlands im Bereich anwendungsorientierter Lebensmittel-forschung. Sein Netzwerk umfasst eine Vielzahl von Unternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen. Die Beteiligung an IGF-Projekten des FEI ist deshalb ein sinnvolles Element einer langfristig angelegten Unternehmens-strategie und eröffnet insbesondere mittelständischen Firmen Chancen für die Zukunft.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung bietet gleichermaßen Vernetzungs-möglichkeiten sowohl zwischen Industrie und Wissenschaft als auch branchenintern und branchenübergreifend zwischen kleineren und größeren Unternehmen. Die Vorteile der FEI-Gemeinschaftsforschung wie

  • Finanzielle Risikostreuung,
  • Öffentliche Förderung,
  • Ökonomische Bündelung von F&E-Ressourcen,
  • Vermeidung von Doppelforschung,
  • Innovationsimpulse für eine ganze Wirtschaftsbranche

bieten eine attraktive Basis, um innovative Forschungsideen auf vorwettbewerblicher Ebene umzusetzen.

Den Vortrag finden Sie hier!

www.fei-bonn.de