LEBENSMITTEL VERSTEHEN

competence in food - from farm to function

Seit 2011 bündelt die Universität Hamburg ihre Aktivitäten im Bereich der Lebensmittelwissenschaften in der HAMBURG SCHOOL OF FOOD SCIENCE (HSFS).

Die Relevanz von Produkt- und Prozessqualitäten, wie Angaben zur Zusammensetzung sowie zur geografischen Herkunft oder die Frage nach Bio oder konventionellen Anbaubedingungen, ist für den Verbraucher in den letzten Jahren enorm gestiegen und stellt für den Handel ein bedeutendes Markt- und Werbesegment dar. Die Entwicklung valider, für den Kunden nachprüfbarer Qualitätsnormen ist unverzichtbar und stellt einen bedeutenden Bereich der Qualitätssicherung und des Verbraucherschutzes dar.

Alle erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Authentizität  werden an der HSFS unter dem Begriff FOOD MONITORING zusammengefasst. Es handelt sich hierbei um eine breit angelegte Strategie, die zunächst mit Hilfe ultra-hochauflösender Technologien systemweite Aussagen über die in einem Lebensmittel ablaufenden biochemischen Prozesse auch im Hinblick auf Wechselwirkungen mit der Umgebung zugänglich macht (FOOD PROFILING).

Die auf diese Weise identifizierten Biomarker können dann durch targeted-Analysen absolut quantitativ (FOOD TARGETING) oder mittels Schnelltestverfahren qualitativ (FOOD SENSING) bestimmt werden.

Neben der Zusammensetzung von Lebensmitteln und Rohstoffen spielt die Frage nach der Wirkung von Lebensmitteln an der HSFS eine zunehmend entscheidende Rolle. Strategien zum METABOLIC PROFILING und zur gerichteten Erfassung ernährungsrelevanter Parameter (METABOLIC TARGETING) mittels hochauflösender spektrometrischer Verfahren stehen dabei auch im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten der HSFS.

biosynthetic pathways - enzymes & screening

Der Fokus liegt auf unterschiedlichen Biosynthesewegen aus nicht-pathogenen und pathogenen Bakterien und Parasiten mit den Zielen (i) biotechnologische Prozesse zu verstehen und ggf. zu optimieren und (ii) Enzyme aus essentiellen Biosynthesewegen als neuartige „drug-targets“ zu etablieren.
Beide Forschungsrichtungen ergänzen sich dabei in idealer Weise.

An der HSFS können hierfür alle Arbeiten, angefangen mit der Klonierung/Expression, über die biochemische Charakterisierung auch Hochdurchsatzanalysen (HTS, Substanzbank mit ca. 150.000 Substanzen) durchgeführt werden.

food & health academy - translating science

Neben den Auf­ga­ben in uni­ver­si­tä­rer Aus­bil­dung und For­schung und dem Auf­bau eines na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Netz­werks wird die HSFS Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit im Span­nungs­feld Le­bens­mit­tel – Er­näh­rung – Ge­sund­heit leis­ten. 

VERSTÄNDLICHE WISSENSCHAFT. Im Bewusstsein ihrer Verantwortung als Teil der Gesellschaft versteht sich die HSFS als Vermittler und Kommunikator zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verbrauchern. Unter dem Motto translating science werden Ernährungsrelevante Themen von anerkannten Experten eingehend aufbereitet und im Rahmen von öffentlichen Vorträgen verständlich präsentiert, wobei insbesondere auch auf eine kontroverse Betrachtung der Themen Wert gelegt wird.

strategy board - mentoring

Beratend steht der HSFS ein Beirat mit hochrangigen Persönlichkeiten aus allen Bereichen von Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden zur Seite, darunter GDCh-Vorstandsmitglied Prof. Dr. François Diederich, ETH Zürich sowie Prof. Dr. Ro­bert Huber (Mün­chen), No­bel­preis­trä­ger für Che­mie 1988.

HSFS global - networking

Die HSFS hat sich den wissenschaftlichen Austausch und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit auf die Fahnen geschrieben. Davon verspricht sie sich die Erweiterung des wissenschaftlichen Horizonts und eine ganzheitliche Bearbeitung von globalen Fragestellungen entlang der gesamten Produktions- und Vertriebskette.

Unter anderem ist die HSFS seit kurzem erster offizieller wissenschaftlicher Partner der amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde FDA.

Im Bereich INFEKTIONSFORSCHUNG / -INHIBITION erlaubt eine internationale Vernetzung die bestmöglichste Voraussetzung zur umfassenden Bearbeitung dieser komplexen Fragestellungen. Neben den akademischen Partnern (ETH, TUM, HHU) spielen Kontakte zur Industrie (z.B. BASF) oder zu öffentlich-rechtlichen Organisation (FDA, Swiss TPH) eine zunehmend entscheidende Rolle.

 

Neueste Publikationen der HSFS

Food

  1. Food Sensing: Selection and Characterization of DNA Aptamers to Alicyclobacillus Spores for Trapping and Detection from Orange Juice
    T. Hünniger, C. Fischer, H. Wessels, A. Hoffmann, A. Paschke-Kratzin, I. Haase and M. Fischer
    Journal of Agricultural and Food Chemistry Just Accepted Manuscript (2015)
  2. Applying Population Genetics for Authentication of Marine Fish: The Case of Saithe (Pollachius virens)
    K. Behrmann, H. Rehbein, A. von Appen, and M. Fischer
    Journal of Agricultural and Food Chemistry 63, 802-809 (2015)
  3. DNA-based Differentiation of the Ecuadorian Cocoa Types CCN-51 and Arriba Based on Sequence Differences in the Chloroplast Genome.
    L. Herrmann, I. Haase, M. Blauhut, N. Barz and M. Fischer
    Journal of Agricultural and Food Chemistry Dec 17;62(50):12118-27(2014)
  4. A liquid chromatography-tandem mass spectrometry-based method for the simultaneous determination of hydroxy sterols and bile acids
    C. John, P. Werner, A. Worthmann, K. Wegner, K. Tödter, L. Scheja, S. Rohn, J. Heeren and M. Fischer
    Journal of Chromatography, A 1371, 184-195 (2014)
  5. just in time-Selection: A rapid semi-automated SELEX of DNA aptamers using magnetic separation and BEAMing
    T. Hünniger, H. Wessels, C. Fischer, A. Paschke-Kratzin and M. Fischer
    Analytical Chemistry Just Accepted Manuscript (2014)

Enzymes and Screening

  1. Preparation of flavocoenzyme isotopologues by biotransformation of purines
    B. Illarionov, F. Zhu, W. Eisenreich, A. Bacher, S. Weber and M. Fischer
    Journal of Organic Chemistry Just Accepted Manuscript (2015)
  2. Prodrugs of reverse fosmidomycin analogs
    K. Brücher, T. Gräwert, S. Konzuch, J. Held, C. Lienau, C. Behrendt, B. Illarionov, L. Maes, A. Bacher, S. Wittlin, B. Mordmüller, M. Fischer, T. Kurz
    Journal of Medicinal Chemistry Just Accepted Manuscript (2015)
  3. The complex isotopologue space of glucose as a framework for the study of human intermediary metabolism.
    Marsch S, Bacher A, Ettenhuber C, Gräwert T, Mückter H, Seidel D, Vogeser M, Laupitz R, Fischer M, Bacher U, Eisenreich W.
    Isotopes in Environmental and Health Studies Published online: 26 Jan 2015 (2015)
  4. Inhibition of Methyl-CoM Reductase from Methanobrevibacter ruminantium by 2-Bromoethanesulphonate
    T. Gräwert, H.-P. Hohmann, M. Kindermann, S. Duval, A. Bacher and M. Fischer
    Journal of Agricultural and Food Chemistry 62, 12487-12490 (2014)
  5. Deorphaning Pyrrolopyrazines as Potent Multi-Target Antimalarial Agents
    D. Reker, M. Seet, M. Pillong, C. P. Koch, P. Schneider, M. C. Witschel, M. Rottmann, C. Freymond, R. Brun, B. Schweizer, B. Illarionov, A. Bacher, M. Fischer, F. Diederich and G. Schneider
    Angewandte Chemie, International Edition
    53, 7079-7084 (2014)

 

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