FOOD & HEALTH

Ernährung und Gesundheit im Dialog

Ernährungsbedingte Krankheiten stehen heute ebenso im Fokus wie die Ernährung selbst. Übergewicht mit der Folge Diabetes und Herzinfarkt einerseits, Hormone und Geschmacksverstärker in Lebensmitteln andererseits - gesundes Essen erfordert nicht nur die Bereitschaft, auf Fettes, Kalorienträchtiges und Fertigprodukte zu verzichten oder deren Genuss zumindest einzuschränken, sondern auch die Bereitschaft, sich über die Qualität von Lebensmitteln zu informieren.

In öffentlichen und gebührenfreien Vorträgen werden aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Lebensmittel/Gesundheit/Ernährung aufgegriffen, wobei die jeweiligen Inhalte eingehend aufbereitet und verständlich präsentiert werden. Selbstverständlich wird auf eine kritische bzw. kontroverse Betrachtung der Aspekte Wert gelegt. Den Teilnehmenden der Veranstaltung wird somit neben einer Einführung in die Thematik die Gelegenheit gegeben, ihr Wissen in den jeweiligen Gebieten zu vertiefen und zu aktualisieren.

Die aktuelle Vortragsreihe im Sommer 2015

In den vergangenen Jahren wurde häufig nichts Gutes über Lebensmittel in den Medien berichtet. Es scheint, als ob Negativschlagzeilen mittlerweile zu unserem Alltag gehören; nachdem 2011 zunächst Dioxin in Hühnereiern gefunden wurde, waren es ein paar Monate später hochpathogene EHEC-Bakterien auf Sojasprossensaaten aus Ägypten. Diese Liste wurde 2012 mit Noro-Viren auf Erdbeeren und 2013 durch den „Pferdefleischskandal“ und falsch etikettierte „Bio-Eier“ fortgeführt.

Der Verbraucher bekommt den Eindruck, dass er bald nichts mehr bedenkenlos essen kann. Ist das wirklich so? Was kommt wohl als Nächstes?

In der nun kommenden Reihe im Sommer 2015 behandeln wir erstmals lebensmittelrechtliche Aspekte. Seit Dezember 2014 gilt die neue Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011). Mit dieser Verordnung wird die Kennzeichnung der Lebensmittel dahingehend geschärft, dass dem Verbraucher mehr Informationen über das Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise müssen enthaltene Allergene besonders gekennzeichnet werden. Darüber hinaus werden durch die LMIV auch bestimmte Mindestschriftgrößen für das Etikett festgelegt.Frau Dr. Hanke wird die Reihe mit dem Vortrag "Lebensmittelinformation - wen interessiert was?" eröffnen.

Im Zuge dieser neuen rechtlichen Vorschriften wird Herr Dr. Preuss über die amtliche Kontrolle unserer Lebensmittel berichten. Wieviel unternimmt der Staat, um die Sicherheit von Lebensmittel zu gewährleisten?

Nanomaterialien sind heutzutage in aller Munde. Was versteht man darunter? Ist es etwas vollkommen Neues oder gab es das schon immer, nur unter einem anderen Namen? Gehen Gefahren davon aus? Wie kann man Nanomaterialien nachweisen? Über dieses Thema wird Herr Dr. Brünning berichten.

Daneben bieten wir Vorträge zur Verbindung von Ernährung und Altern (Prof. Rimbach) sowie zu chemischen Veränderungen, wie Farbstoff- und Aromabildung während des Koch- und Backprozesses (Prof. Glomb) auf.

Ich bin sicher, es ist auch ein interessantes Thema für Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch an der Universität Hamburg!

Ihr
Prof. Dr. Markus Fischer
Gründer und Leiter der FHA