Ölpest im Reis? - Analytik von Mineralölkohlenwasserstoffen in Lebensmitteln

Vortrag von Annette Meyer, 20.03.2012

Autoren

A. Meyer, H. Fritz, C. Schulz

Eurofins WEJ Contaminants, Neuländer Kamp 3, 21079 Hamburg

Zusammenfassung

Nach dem Skandal um gepanschtes ukrainisches Sonnenblumenöl im Sommer 2007 sind Mineralöle wieder in den Fokus gerückt. Als Bestandteile von Druckfarben sind sie in Zeitungen enthalten und gelangen somit durch den Recyclingprozess in Recyclingkartons. Aus Lebensmittelverpackungen, die daraus hergestellt werden,  können daher erhebliche Mengen Mineralöle in Lebensmittel migrieren.

Die Mineralöle lassen sich grundsätzlich in eine Gruppe gesättigter (mineral oil saturated hydrocarbons, MOSH) und eine Gruppe aromatischer Kohlenwasserstoffe (mineral oil aromatic hydrocarbons, MOAH) einteilen. Insbesondere die aromatischen Kohlenwasserstoffe sind dabei gesundheitlich bedenklich [1].

Basierend auf den Arbeiten von Grob [2] stellt der Vortrag eine optimierte Messmethode mit online 2-Kanal NPLC-LVGC-FID vor, die es ermöglicht, MOSH und MOAH-Fraktionen parallel im Bereich der diskutierten Grenzwerte zu messen. Die Methode wurde validiert und in der Praxis erprobt. Außerdem wird auf die Herausforderungen in der Probenvorbereitung verschiedener Matrices eingegangen.

Den Vortrag finden Sie hier.

Literatur

[1] Übergänge von Mineralöl aus Verpackungsmaterialien auf Lebensmittel, Stellungnahme Nr. 008/2010 vom 9. Dezember 2009, Bundesinstitut für Risikobewertung

[2] Biedermann M, Fiselier K, Grob K; Aromatic hydrocarbons of mineral oil origin in food: Method of determining the total concentration and first results; J. Agric. Food Chem. 2009, 57, 8711-8721