Multiallergenscreening mittels Massenspektrometrie

Vortrag von Julia Heik, 20.03.2012

Autoren

J. Heick (1,2), B. Pöpping (2), M. Fischer (3)

(1) Eurofins Analytik GmbH, Neuländer Kamp 1, 21079 Hamburg

(2) Universität Hamburg, HAMBURG SCGOOL OF FOOD SCIENCE, Grindelallee 117, 20146 Hamburg

(3) Eurofins Scientific Group, 69a Kilnwick Road, Pocklington, Yorks., Y042 2JY, UK

Kurzfassung

Die Richtlinie 2007/68/EG reguliert die Kennzeichnungspflicht von Lebensmittelallergenen sofern diese als Zutat eingesetzt wurden. Dies schütz den allergischen Verbraucher jedoch nicht vor eventuellen versteckten Allergenen, die beispielsweise durch Kreuzkontamination in ein Lebensmittel gelangen. Hierfür ist eine entsprechende Allergenanalytik notwendig, die gewährleistet, dass das Lebensmittelallergen in komplexen, auch prozessierten Matrices nachgewiesen werden kann.
In der Routineanalytik werden hauptsächlich Antikörper-basierte ELISA, bzw. DNA-basierte PCR Verfahren eingesetzt. ELISA Tests bieten den Vorteil der schnellen und einfachen Handhabung, sie können jedoch nicht für ein Multiscreening eingesetzt werden. Zudem kann es durch Prozessierung zur Zerstörung der Epitope und damit fehlender Antikörperbindung kommen, resultierend in falsch-negativen Ergebnissen. PCR Verfahren besitzen den Nachteil, dass sie die DNA und nicht das allergene Protein selber nachweisen.
Die Präsentation stellt ein Alternativverfahren für den Nachweis von Allergenen vor, basierend auf LC-MS/MS. Hierbei handelt es sich um ein Screeningverfahren welches den simultanen Nachweis von sieben Allergenen erlaubt. Bei diesen handelt es sich um Ei, Erdnuss, Haselnuss, Mandel, Milch, Soja und Walnuss. Das Verfahren basiert auf der Extraktion des Allergens aus der Matrix, dem tryptischen Verdau und der anschließenden Trennung und Detektion mittels LC-MS/MS. Die Methode wurde angewandt auf prozessierte Brotmatrices und die Ergebnisse mit denen von ELISA Messungen verglichen [1,2]. Eine Anwendung auf weitere Matrices erfolgte ebenfalls.

Den Vortrag finden Sie hier.

Literatur

1 J. Heick, M. Fischer, B. Pöpping, J. Chromatogr. A, 1218 (2011) 938-943

2 J. Heick, M. Fischer, S. Kerbach, U. Tamm, B. Pöpping, J. AOAC Int. 94 (2011) 1060-1068