Lebensmittel assoziierte Risiken durch EHEC und Noroviren

Vortrag von B. Schütze, 18.02.2013

Immer wieder in den Schlagzeilen: lebensmittelassoziierte Erkrankungen, die durch Bakterien oder - wie vielfach nicht bekannt - durch Viren verursacht werden können. Der EHEC-Ausbruch 2011 wurde durch rohe Sprossen übertragen und 2012 waren tiefgefrorene Erdbeeren mit Noroviren belastet.

EHEC

Escherichia coli (E.coli) ist ein Bakterium das im Darm von Menschen und Säugetieren vorkommt.  Die meisten Stämme von E. coli sind vollkommen harmlos. Es gibt aber Stämme  von E. coli, die so genannten enterohaemorrhagischen E. coli, die seltene und schwere Lebensmittel bedingte Erkrankungen verursachen können.

Norovirus

Noroviren können sich nicht auf oder in Lebensmitteln vermehren. Sie gehören zur Familie der Caliciviridae und sind membranlose, einzelsträngige RNA-Viren. Norviren sind weltweit die häufigsten Verursacher nichtbakterieller Gastroenteritiden. Sie rufen vor allem in der kühlen Jahreszeit häufig Einzel- insbesondere Gruppenerkrankungen hervor, die teilweise mit Lebensmitteln assoziiert sind. Ausbrüche mit teilweise mehreren hundert beteiligten Erkrankten fokussieren sich meist auf in sich geschlossene Gemeinschaftseinrichtungen wie Kreuzfahrtschiffe, Altersheime, Kindergärten oder Kasernen.

In der Öffentlichkeit wird bei Ausbrüchen insbesondere die Arbeit der Behörden dargestellt und diskutiert. Doch was bedeuten solche Ausbrüche für qualifizierte Dienstleistungslabore und Lebensmittelhersteller? Personelle und logistische Herausforderungen sind zu meistern und Lebensmittelhersteller sind verunsichert und erwarten schnelle Ergebnisse.

  • Wie werden Lebensmittel auf EHEC und Noroviren im Labor untersucht?
  • Wie kommen diese auf oder in Lebensmittel?
  • Gibt es Risikolebensmittel?