Stellenangebot Ausschreibung einer Bachelor-/Masterarbeit

Thema:

„DNA-Chip-basierter qualitativer Schnelltest zur Fischartendifferenzierung“

Im Rahmen eines vom Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) geförderten Projektes zum Thema „DNA-Chip-basierter qualitativer Schnelltest zur Fischartendifferenzierung“ können zwei Themengebiete für studentische Arbeiten angeboten werden:

Angebot 1 ist für eine Bachelorarbeit geeignet und würde im Idealfall frühestens Anfang Juli 2017 beginnen

Angebot 2 wird nur als Masterarbeit angeboten und sollte idealerweise Anfang September 2017 beginnen

Hintergrund für beide Themengebiete ist die von der Gesetzgebung geforderte Kennzeichnungspflicht bestimmter Fischereierzeugnisse. Mit der Entwicklung eines Schnelltests soll der fischverarbeitenden Industrie, Importunternehmen und Handelslaboratorien hierfür eine zuverlässige, kostengünstige und schnelle Analytik bereitgestellt werden. Sie wird auf dem Nachweis spezifischer amplifizierter DNA-Sequenzen basieren und soll innerhalb weniger Stunden ein eindeutiges Ergebnis bezüglich der vorliegenden Fischart liefern.

Angebot 1:

DNA-analytische Methoden, die auf der exponentiellen Vervielfältigung genetischen Materials beruhen, sind besonders anfällig für Kreuzkontaminationen zwischen verschiedenen Proben, da auch kleinste DNA-Spuren zu Amplifikationsprodukten führen können.

Im Rahmen der Bachelorarbeit sollen daher Methoden entwickelt werden, die (a) eine kontaminationsfreie Entnahme von Gewebeproben aus Fischen und Garnelen und (b) die anschließende Extraktion von DNA ohne aufwändige Labortechnik für eine zuverlässige Vor-Ort-Diagnostik ermöglichen. Theoretische und praktische Vorkenntnisse in Molekularbiologie sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung.

Angebot 2:

Die aktuell verfügbaren DNA-analytischen Techniken zur Speziesbestimmung haben entweder den Nachteil einer geringen Spezifität (RFLP), einer langen Analysedauer (PCR-Sequenzierung) oder zielen nur auf eine bis sehr wenige Arten ab (real-time PCR). Aufgrund des hohen apparativen Aufwands und der erforderlichen Expertise sind sie zudem ungeeignet, in den fischverarbeitenden Betrieben direkt vor Ort oder in kleineren Handelslaboratorien angewandt zu werden. Isothermale DNA-Amplifikationsmethoden, wie z.B. strand displacement amplification (SDA), helicase-dependent amplification (HDA), recombinase polymerase amplification (RPA) oder loop-mediated isothermal amplification (LAMP), laufen bei konstanten Temperaturen ab und stellen innovative Alternativen zur PCR dar. Sie sind schnell, kosteneffektiv, robust und reproduzierbar. Sie eignen sich daher besonders gut für die Integration in Systeme für eine Vor-Ort-Diagnostik.

Im Rahmen der Masterarbeit sollen isothermale Amplifikationsverfahren auf ihre Eignung für die Fragestellung getestet und bewertet werden. Theoretische und praktische Vorkenntnisse in Molekularbiologie sind  notwendig.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen bitte an:

Dr. Erik Eschbach
Universität Hamburg
Hamburg School of Food Science - Institut für Lebensmittelchemie

Grindelallee 117
20146 Hamburg

040 /42838 - 1576

>> Mail