Stellenangebot Ausschreibung einer Bachelor-/Masterarbeit

„DNA-Chip-basierter qualitativer Schnelltest zur Fischartendifferenzierung“

Im Rahmen eines vom Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) geförderten Projektes zum Thema „DNA-Chip-basierter qualitativer Schnelltest zur Fischartendifferenzierung“ kann eine Masterarbeit angeboten werden:

Hintergrund ist die von der Gesetzgebung geforderte Kennzeichnungspflicht bestimmter Fischereierzeugnisse. Mit der Entwicklung eines Schnelltests soll der fischverarbeitenden Industrie, Importunternehmen und Handelslaboratorien hierfür eine zuverlässige, kostengünstige und schnelle
Analytik bereitgestellt werden. Sie wird auf dem Nachweis spezifischer amplifizierter DNA-Sequenzen basieren und soll innerhalb weniger Stunden ein eindeutiges Ergebnis bezüglich der vorliegenden Fischart liefern.

Die aktuell verfügbaren DNA-analytischen Techniken zur Speziesbestimmung haben entweder den Nachteil einer geringen Spezifität (RFLP), einer langen Analysedauer (PCR-Sequenzierung) oder zielen nur auf eine bis sehr wenige Arten ab (real-time PCR). Aufgrund des hohen apparativen Aufwands und der erforderlichen Expertise sind sie zudem ungeeignet, in den fischverarbeitenden Betrieben direkt vor Ort oder in kleineren Handelslaboratorien angewandt zu werden.

Isothermale DNA-Amplifikationsmethoden, wie z.B. strand displacement amplification (SDA), helicase-dependent amplification (HDA), recombinase polymerase amplification (RPA) oder loopmediated isothermal amplification (LAMP), laufen bei konstanten Temperaturen ab und stellen innovative Alternativen zur PCR dar. Sie sind schnell, kosteneffektiv, robust und reproduzierbar. Sie eignen sich daher besonders gut für die Integration in Systeme für eine Vor-Ort-Diagnostik.

Im Rahmen der Masterarbeit sollen verschiedene isothermale Amplifikationsverfahren auf ihre Eignung für die Fragestellung getestet und bewertet werden. Theoretische und praktische Vorkenntnisse in Molekularbiologie sind notwendig.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen bitte an:

Dr. Erik Eschbach
Universität Hamburg
Hamburg School of Food Science - Institut für Lebensmittelchemie

Grindelallee 117
20146 Hamburg

040 /42838 - 1576

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