Qualitätssicherung in der Lebensmittelproduktion

Wozu FOOD PROFILING?

Die Relevanz von Produkt- und Prozessqualitäten, wie Angaben zur geografischen Herkunft oder die Frage nach Bio oder konventionellen Anbaubedingungen, ist für den Verbraucher in den letzten Jahren enorm gestiegen und stellt für den Handel ein bedeutendes Markt- und Werbesegment dar.

Die Entwicklung valider, für den Kunden nachprüfbarer Qualitätsnormen ist unverzichtbar und stellt einen bedeutenden Bereich der Qualitätssicherung und des Verbraucherschutzes dar. Die Authentizität, d.h. die Echtheit von Lebensmitteln, ist ein zunehmend relevantes Thema in allen Bereichen der komplexen und globalen Beschaffungskette.

Angaben zur Art und zur geografischen Herkunft von Rohstoffen, aber auch zu einer besonderen Zusammensetzung oder Herstellungsweise, können grundsätzlich durch Kontrolle von Dokumenten wie Lieferscheine oder Rechnungen überprüft werden (Prinzip der Rückverfolgbarkeit). In der Praxis hat sich dieses Verfahren vor allem bei geschickten Manipulationen oft als nicht ausreichend erwiesen, sodass die Notwendigkeit sicherer analytischer Strategien besteht.

Falsche Deklaration oder Streckung der Rohware mit minderwertigen Surrogaten im Erzeugerland kann erheblichen wirtschaftlichen Schaden bei Importeuren und der verarbeitenden Industrie nach sich ziehen. Zusätzlich wird bei der Aufdeckung („Skandal“) das Vertrauen der Verbraucher in die Lebensmittelqualität und damit in die Lebensmittelwirtschaft nachhaltig negativ beeinflusst. Beschädigtes Verbrauchervertrauen ist nur schwer wiederherstellbar und kann dadurch nachhaltig zu ernsthaften wirtschaftlichen Einbußen bis hin zur Existenzbedrohung der involvierten Unternehmen führen.

Wie gehen wir vor?

Authentizität, d.h. die Echtheit oder Originalität von Lebensmitteln, kann prinzipiell anhand einer ausreichenden Anzahl valider und stabiler Biomarker besonders im Hinblick auf Wechselwirkungen mit der Umgebung sichergestellt werden. Hierzu ist es erforderlich zunächst mit Hilfe ultra-hochauflösender Technologien systemweite Aussagen über die in einem Lebensmittel ablaufenden biochemischen Prozesse auch im Hinblick auf Wechselwirkungen mit der Umgebung zu erfassen.  

Zur Erleichterung und Beschleunigung des Transfers und der Anwendbarkeit in der Praxis, wird der Gesamtprozess in seiner Komplexität auf das Wesentliche reduziert, so dass am Ende für den Anwender einfach durchführbare Analysenstrategien stehen.

Competence Network FOOD PROFILING (CNFP)

Falls in Ihrem Bereich Klärungsbedarf besteht, wenden Sie sich gerne an uns. Wir verfügen über ein breites Netzwerk an Forschungspartnern (CNFP), die es uns ermöglicht massgeschneiderte Ansätze für Ihre Fragestellung zu formulieren.

Durch uns und unsere Partner werden alle heute verfügbaren und sinnvoll nutzbaren Technologien und Kompetenzen abgedeckt, die eine hochaufgelöste und eindeutige Beschreibung der Authentizität von Rohstoffen und Fertigprodukten pflanzlichen, tierischen oder mikrobiellen Ursprungs zulassen.

Durch die Mitgliedschaft in den jeweiligen Projektbegleitenden Ausschüssen werden Sie mit Ihrem Unternehmen unmittelbar in die Forschungsaktivitäten eingebunden und können durch ihre Erfahrung gestalterisch mitwirken und dadurch in erster Reihe an den Entwicklungen partizipieren.

Wie können Projekte realisiert werden?

Die Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) wird im Rahmen eines Förderprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert, um dauerhafte Forschungskooperationen in Branchennetzwerken zu unterstützen und um insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) den Zugang zu praxisnahen Forschungsergebnissen zu ermöglichen.

Der Lebensmittelwirtschaft steht das BMWi-Programm zur Förderung der IGF durch die Mitgliedschaft des FEI (Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V.) als Forschungsvereinigung in der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) offen. Voraussetzung der öffentlichen Förderung sind entsprechende Eigenleistungen der Industrie.

Für Fragen und weitere Erläuterungen stehe wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung

Tel. 040/428384357/59

EMAIL:  markus.fischer@uni-hamburg.de